Versuchstierzahlen der Bundesländer: Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen belegen traurige Spitzenplätze
16. Dezember 2025
Zahl der „Überschusstiere“ in Bayern am höchsten
Im Jahr 2024 wurden die meisten Tierversuche in Bayern mit 255.456 Tieren durchgeführt, gefolgt von Baden-Württemberg mit 227.935 Tieren und Nordrhein-Westfalen mit 217.724 Tieren. Bereits in den letzten drei Jahren belegten die drei Bundesländer - in wechselnder Reihenfolge - die traurigen Spitzenplätze. Tiere, die als „Überschuss“ getötet wurden, gab es in der höchsten Anzahl in Bayern mit 222.408 Tieren. Nordrhein-Westfalen und Berlin folgen auf Platz zwei und drei mit 208.162 bzw. 172.334 Tieren.
Primaten weiterhin im „Einsatz“
In allen Bundesländern wurden vor allem Mäuse und Fische für Tierversuche genutzt. Aber auch Primaten mussten erneut leiden - auch wenn die Zahl der in Tierversuchen verwendeten Affen und Halbaffen im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist und einen Tiefstand seit Beginn der Zählung erreicht hat. Von den insgesamt 977 Javaneraffen, die zu wissenschaftlichen Zwecken verwendet wurden, wurden 800 alleine in Nordrhein-Westfalen verwendet, das sind etwa 82 %. Von den restlichen wurden 152 in Baden-Württemberg und 25 in Niedersachsen verwendet.
Hinweis an die Redaktionen:
Gerne senden wir Ihnen auf Nachfrage eine Übersicht der Versuchstierzahlen der einzelnen Bundesländer zu.