|
Igel gefunden - was tun?
In Deutschland ist es generell verboten, Tiere der
geschützten Arten - und dazu zählt der Igel - aus der Natur zu entnehmen. Die
Gesetzesvorschriften erlauben jedoch, hilfsbedürftige Igel sachgemäß aufzuziehen
bzw. gesund zu pflegen.
Igelfinder mögen sich
unbedingt
mit einer Igelstation (z.B. das
IGELHAUS LAATZEN)
und/oder einem diensthabenden Tierarzt in Verbindung setzen. Dort wird
fachkundiger Rat erteilt und das Tier ggf. medizinisch behandelt.
Welche Igel benötigen Hilfe?
-
Verletzte Igel
-
Kranke Igel
Auf kranken Igeln sitzen in der warmen Jahreszeit häufig
Schmeißfliegen, die ihre Eier ablegen. Kranke Igel sind apathisch, rollen sich
kaum ein und sind oft mager (Für den Winterschlaf benötigt ein Igel ein Gewicht
von 600 bis 700g). Ihre Augen sind eingefallen, schlitzförmig.
Waschen
Sie sich nach jedem Kontakt mit dem Igelpflegling gründlich die Hände!
Verwaiste Igelsäuglinge, die sich tagsüber außerhalb
ihres Nestes befinden, noch geschlossene Augen und Ohren haben und sich
womöglich kühl anfühlen, sind mutterlos und benötigen dringend Hilfe.
Wissenswertes / Erste Hilfe:
Tränken/Füttern:
Zum Trinken ein Schüsselchen Wasser hinstellen. !!!
Niemals Milch !!! Katzen- oder Hundedosenfutter, Hackfleisch (kurz
anbraten - bitte nie roh füttern) oder Rührei (ohne Gewürze). Schwachen
Tieren flößt man mittels einer Einweg-Plastikspritze (natürlich ohne Nadel)
lauwarmen, ungesüßten Fenchel- oder Kamillentee ein. Frisst der Igel in der
Nacht nach Aufnahme nicht von selbst, ist unverzüglich ein Tierarzt oder eine
Igelstation zu benachrichtigen!
Unterkunft:
Jeder Igelpflegling braucht eine eigene Unterkunft von etwa 2
Quadratmeter Fläche und 50 cm Höhe und ein Schlafhäuschen. |